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Fachinfo
Round Table "Q" steht für Sicherheit und Zuverlässigkeit
Eine neue, sichtbare Qualitätsstufe für Rauchwarnmelder - das ist das "Q"-Kennzeichen. Nur solche Melder, die die harten Qualitätstests gemäß vfdb-Richtlinie 14-01 bestanden haben, dürfen das "Q" tragen. Vier Experten erläutern die Hintergründe, die für die Forderung nach diesem neuen Kennzeichen ausschlaggebend waren, und was es aus ihrer Sicht bewirken kann.
Was waren die Gründe für die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), die neue vfdb-Richtlinie 14-01 auf den Weg zu bringen?
Hans Jochen Blätte, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb): Die technischen Möglichkeiten bei der Erkennung von Entstehungsbränden im häuslichen Bereich haben sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Es war daher sinnvoll, den erzielbaren Qualitätsstandard in einer vfdb-Richtlinie zu beschreiben. Das "Q"-Kennzeichen soll die "neue Qualitätsstufe" für den Kunden sichtbar machen.
Warum war es aus Sicht der Wohnungswirtschaft und der Errichter notwendig, ein neues Qualitätszeichen zu schaffen und so die Prüfung gemäß DIN 14604 zu ergänzen?
Klaus Facklam, Geschäftsführer der BRUNATA Wärmemesser Hagen GmbH & Co. KG: Die Prüfkriterien der DIN EN 14604 reichen nicht aus, um einen langfristigen stabilen Einsatz in Wohnungen zu gewährleisten. Der Markt fordert Rauchwarnmelder, die zehn Jahre in den Wohnungen für Schutz und eine ständige sichere Überwachung sorgen und nur dann Alarm geben, wenn es notwendig ist. Nicht nur für den Laien war bisher nicht erkennbar, welche Rauchwarnmelder diese Anforderungen erfüllen und welche nicht.
Volker Eck, Mitglied der Geschäftsleitung der KALORIMETA AG & Co. KG: Die DIN 14604 gibt ja als Norm nur einen ganz grundlegenden Standard vor und definiert lediglich Minimalanforderungen, die auch der einfache Baumarkt-Melder erfüllen kann. Solche Melder haben aber nicht die von uns geforderte Langzeitstabilität. Dementsprechend bestand der Wunsch, Melder, die ein professionelles Niveau haben, entsprechend abzuprüfen und zu kennzeichnen.
Jürgen Jaudas, Geschäftsführer von FAKD Brandschutz: Wenn ich ein Funksystem mit mehreren Rauchwarnmeldern anbiete und verkaufe - und das können durchaus 80 bis 90 Melder sein -, dann muss ich die durch ein entsprechendes Qualitätszeichen gewährleistete Sicherheit haben, dass das gesamte System zehn Jahre lang hält. Es reicht nicht aus, wenn der wenig beanspruchte Melder im Hausflur diese Lebensdauer hat, der Melder im Kellerflur dagegen wegen stärkerer Staubbelastung wesentlich früher ausgetauscht werden muss.
Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Verbesserungen, die das neue Qualitätszeichen mit sich bringt?
Hans Jochen Blätte: Rauchwarnmelder waren in den Anfängen durch Falschalarme, durch häufigen Batteriewechsel und Missbrauch der Batterie geradezu berüchtigt. Das ging so weit, dass das ganze System infrage gestellt wurde. Erfüllt ein Rauchwarnmelder die vfdb 14-01, dann kann man darauf vertrauen, dass diese Schwachstellen ausgemerzt sind. Das führt zu einer wesentlich gesteigerten Akzeptanz und über kurz oder lang auch zu einer wesentlichen Effizienzsteigerung der Feuerwehren. Die Wohnungswirtschaft hat ein Wartungsproblem weniger und sie hat wesentlich weniger durch Falschalarme bedingten Ärger mit den Mietern. Alle haben etwas davon. Und wenn man vernünftig rechnet, lohnen sich sogar die anfänglich höheren Kosten des besseren Produkts.
Volker Eck: Wir haben die Hoffnung, dass die mit dem "Q" gekennzeichneten Rauchwarnmelder weniger störanfällig sind und dass ihr Einsatz zu wesentlich weniger Täuschungsalarmen führt als die Verwendung herkömmlicher Produkte. Die Einführung des "Q" ist ohne Frage ein Schritt in die richtige Richtung - unserer Forderung entsprechend, dass ein Rauchwarnmelder die Wohnungen langfristig zuverlässig gegen Brandgefahren absichern sollte, ohne dass die Bewohner ihn im Normalfall überhaupt wahrnehmen.
Klaus Facklam: Neben den aus den erhöhten Anforderungen zur Erlangung des "Q"-Kennzeichens resultierenden qualitativen Verbesserungen der Rauchwarnmelder und der damit zunehmenden Akzeptanz gibt es einen weiteren entscheidenden Vorteil: Man kann auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um einen Qualitätsrauchwarnmelder handelt, der auch für den langfristigen Einsatz in Wohnungen geeignet ist. Ein riesiger Fortschritt! Auch für unsere Mitarbeiter ist der Vorteil groß, da es nunmehr einen sichtbaren neutral geprüften Nachweis über die Qualitätsunterschiede einzelner Rauchwarnmelder gibt. Wir sind absolut zufrieden, da die Anforderungen der vfdb-Richtlinie sicherstellen, dass die Qualität der Rauchwarnmelder weiter steigt, was wiederum für eine verbesserte Akzeptanz beim Wohnungsnutzer sorgt und eine langfristige Sicherheit garantiert.
Jürgen Jaudas: Wichtig ist, dass das "Q" gewährleistet, dass der Melder und die Batterie wirklich zehn Jahre lang halten. Damit kann ich meinen Kunden gegenüber ganz anders argumentieren als bisher mit der Aussage, dass ein Produkt bis zu zehn Jahre lang hält. Der Kunde möchte weder überlegen müssen, ob bald wieder der Austausch eines einzelnen Melders oder einer Batterie ansteht, noch möchte er Falschalarmen ausgesetzt sein. Und auch bei diesem zweiten Punkt gibt ihm das "Q" mit seiner Forderung nach einer falschalarmsicheren Gehäusekonstruktion die nötige Sicherheit. Wenn ich bei größeren Objekten auf Eigentümerversammlungen Rauchwarnmelder-Lösungen vorstelle, kommen immer wieder Fragen zur Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Rauchwarnmelder. Das "Q"-Kennzeichen liefert mir hier die nötigen Argumente, um die Eigentümer von meiner Lösung zu überzeugen - und um mich, nebenbei gesagt, damit auch vom Wettbewerb abzusetzen.
"Made in Germany"
Uwe Ahrendt
"Die Menschen und ihre Arbeit sind der entscheidende Standortfaktor"
Deutsche Wertarbeit hat viele interessante Facetten. Eine davon ist der Feinuhrenbau in Glashütte/Sachsen. Uwe Ahrendt, der die Manufaktur Nomos Glashütte leitet, erklärt, was "made in Germany" für ihn bedeutet.
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"Fan-Kunden sind die besten Botschafter"
Loyale Kunden sind ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Man muss sie für sich begeistern, um sie voll und ganz von sich einzunehmen und ihre Loyalität zu gewinnen, betont Managementberaterin und Loyalitätsmanagement-Expertin Anne M. Schüller.
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Im Rahmen der Deregulierung von Bauverfahren geht der Trend auch im Brandschutz zu neuen Verfahrensformen anstelle der durch einen umfassenden Prüfungsumfang gekennzeichneten Genehmigungsverfahren. Brandschutzrecht-Experte Rechtsanwalt Dr. Till Fischer erläutert, inwiefern es sinnvoll ist, wenn sich der Staat auf diese Weise aus dem Brandschutz zurückzieht.
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Wartung bietet Errichterbetrieben die Chance, Kunden aktiv an sich zu binden. Prof. Dr. Karsten Hadwich, Inhaber des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Hohenheim, erläutert als Experte für Dienstleistungsmanagement und Marketing, wie Dienstleistungen wie Wartung im Marketing-Mix positioniert werden sollten.
Signaltöne
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Ein Geräusch muss mehr als nur sehr laut sein, damit es als Alarm auch im Schlaf wahrgenommen wird. Es sollte zusätzlich über ein hohes Ausmaß an Lästigkeit verfügen, weiß Dr.-Ing. Alexander Müller, leitender Audiologe der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Greifswald - so wie beim Rauchwarnmelder Genius H mit seinem frequenzoptimierten Signalton.
Psychologie
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In lebensbedrohlichen Situationen reagieren Menschen häufig panisch. ProSicherheit sprach mit Prof. Dr. Alfons Hamm, Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische & Klinische Psychologie/Psychotherapie an der Universität Greifswald, darüber, welche Merkmale Panik hat und wie sie sich auf das menschliche Verhalten auswirkt.
Vernetzte Kommunikation
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Ob Sicherheitstechnik oder Kommunikation: Vernetzung ist heute allgegenwärtig. Im Gespräch mit ProSicherheit erläutert Prof. Michael Hoyer, Experte für Kommunikation und digitale Medien, die Vor- und Nachteile vernetzter Kommunikation.
Partnerforum
Fragen an die Hekatron-Experten
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Prof. Dr.-Ing. Dietmar Hosser
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Innovationen
Prof. Dr. Dietmar Harhoff
"Deutschland muss wieder ein Land von Gründern werden"
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Rauchwarnmelderpflicht
Round Table
Rundum-Sorglos-Paket für die Wohnungswirtschaft
Aktuell haben sieben Bundesländer in ihrer Landesbauordnung (LBO) eine Rauchwarnmelderpflicht verankert. In fünf dieser Länder müssen nicht nur Neubauten, sondern auch Bestandsbauten mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden. Für ProSicherheit erläutern vier Experten die rechtliche Situation, ihre Umsetzung in der Wohnungswirtschaft sowie die technischen Lösungsmöglichkeiten.
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"Die Unternehmenskultur beeinflusst maßgeblich den Erfolg"
Die Hekatron Vertriebs GmbH gewann im Februar als eines von 100 Unternehmen die Auszeichnung "Deutschlands beste Arbeitgeber 2009" des Great Place to Work® Institute. Dessen Geschäftsführer Frank Hauser erklärt im Interview, welche Merkmale für einen ausgezeichneten Arbeitsplatz ausschlaggebend sind und warum attraktive Arbeitsbedingungen auch für Unternehmen immer wichtiger werden.
Wissenstransfer
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Personalmanagement-Experte Prof. Gerold Frick, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. in Düsseldorf, erläutert, wie Unternehmen den Wissenstransfer von einer Mitarbeitergeneration zur nächsten systematisch angehen können.
Technologische Entwicklung
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Im Gespräch mit ProSicherheit lässt der Zukunftsforscher Dr. Karlheinz Steinmüller die technologische Entwicklung der Miniaturisierung Revue passieren.
Philosophie
"Der kreative Zufall"
Zufall oder Schicksal? Gerade nach Unglücksfällen stellen sich die Menschen diese Frage – zu Recht? „Die Welt, in der wir leben, ist zufällig so entstanden. Der Zufall lässt sich zwar nicht kontrollieren, wütet aber auch nicht blind. Es kommt darauf an, den günstigen Augenblick zu erkennen und für sich zu nutzen“, meint Prof. Dr. Klaus Mainzer, Philosophieprofessor und Direktor der Carl von Linde-Akademie in München.
Technischer Brandschutz
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Standort Deutschland
Unternehmertum
Was ist die Quelle des Erfolgs?
Klaus Kobjoll ist Managementtrainer und als Inhaber des Hotels Schindlerhof in Nürnberg auch selbst ein vielfach preisgekrönter Unternehmer. ProSicherheit befragte ihn zur Unternehmenskultur und zum Standort Deutschland.
Nachfolgeplanung
Generationswechsel im Unternehmen
Was ist bei der Unternehmensnachfolge zu beachten?
Die Nachfolgeplanung ist für jeden Betrieb ein Sicherheitsaspekt und eine Pflichtaufgabe. ProSicherheit sprach mit Dirk Schreyer, der bei der KfW-Bankengruppe die nexxt-change-Unternehmensbörse betreut, über die richtige Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge.
Produktpiraterie
Sicherheitsrisiken durch Produktfälschungen
Sind Plagiate die neue Gefahr?
ProSicherheit sprach mit Till Barleben, Rechtsanwalt beim ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, über die Gefahren durch Plagiate und ihre Abwehr.
Vorbeugung
Brandrisiken in Wohnungen
Wird die Gefahr unterschätzt?
Brände in privaten Haushalten fordern in Deutschland jedes Jahr rund 600 Todesopfer, etwa 66.000 Personen erleiden teils schwere Verletzungen. ProSicherheit sprach mit Martin Schneider, Brandoberinspektor der Feuerwehr Hamburg, über Brandrisiken in Wohnungen und das richtige Verhalten im Ernstfall.
Brandschutz in Wohnanlagen
Wie viel Verantwortung trägt der Vermieter?
Eberhard Brandt, Vorstandsvorsitzender der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft eG in Hamburg, äußerte sich in ProSicherheit zur Verantwortung von Gebäudebetreibern und Wohnungsbaugesellschaften für die Sicherheit der Bewohner.
Sicherheitsbranche
Branchentreffpunkt Fachmesse
Welche Bedeutung hat die SECURITY?
Die SECURITY in Essen stellt den weltweit bedeutendsten Treffpunkt für die Sicherheitsbranche überhaupt dar. Auch für den Veranstalter, die Messe Essen GmbH, ist sie ein besonderes Ereignis. ProSicherheit sprach mit Dr. Joachim Henneke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen.
Psychologie
Gefahr und Faszination
Lust am Spiel mit dem Feuer?
Woher kommt die Lust des Menschen am Spiel mit dem Feuer? ProSicherheit sprach mit Prof. Dr. Wolf Dombrowsky, Leiter der Katastrophenforschungsstelle der Christian-Albrechts-Universität in Kiel.
Private Finanzierung von Bauprojekten
Was bringt PPP?
Kann Public Private Partnership, kurz PPP, die Konjunktur in der Bauwirtschaft beleben und somit auch dem Markt für Sicherheitstechnik neue Impulse geben? ProSicherheit sprach mit Achim Großmann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Hekatron Vertriebs GmbH
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