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Normierung Konsens statt Gesetz
DIN-, EN-, ISO- und VDE-Normen: Oberflächlich betrachtet wirkt dies zunächst chaotisch. Dabei ist das System der internationalen, europäischen und nationalen Normierung mit seinen Zuständigkeiten wohldurchdacht. Und: Die Normenfindung in Organisationen anstatt in Parlamenten entlastet den Staat und die Bürger von gesetzlichen Detailregelungen.
Der Gedanke der Normierung durch Konsensbildung anstelle staatlichen Eingreifens entspricht dem "New Approach", dem neuen Ansatz für eine schnellere und effizientere Richtlinienerstellung der Europäischen Kommission. Das Konzept sieht vor, dass gesetzgeberische Vorgaben nur noch die grundlegenden Anforderungen an ein Produkt enthalten sollen. Technische Detailfestlegungen hingegen sind Aufgabe der europäischen Normenorganisationen, im Falle von Brandmeldetechnik also der CEN. Deregulierung lautet das Schlagwort; anstelle von Gesetzen sollen Normen den Einzelfall - so weit dies möglich und sinnvoll ist - regeln. Den europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC entsprechen auf nationaler Ebene in Deutschland der DIN e. V. und die DKE. Die Arbeit in den Ausschüssen des DIN ist typisch für das Zustandekommen einer Norm auch in anderen Organisationen. Nachdem eine der beteiligten Interessengruppen einen Normungsantrag eingebracht hat, erarbeitet der Ausschuss daraus einen Normenentwurf. Erst nachdem dieser die Zustimmung aller Gruppen gefunden hat, entsteht daraus eine offizielle Norm, die vom DIN als Normblatt veröffentlicht wird. Für die Produkte von Hekatron einschlägig ist hierbei der Fachnormenausschuss Feuerwehrwesen.
Alle Produkte von Hekatron werden an den gültigen europäischen Gerätenormen entwickelt. Europaweite Richtlinien für die Projektierung einer Brandmeldeanlage gibt es jedoch nicht. Diese kommen im Falle Deutschlands vom DIN und VDE. Die Tatsache, dass es mehrere europäische und nationale Normungsorganisationen gibt, führt keineswegs dazu, dass konkurrierende Regelwerke entstehen: Alles, was auf europäischer Ebene geregelt ist, darf nicht national normiert werden. Das bedeutet für die Praxis, dass EN-Normen in der Regel nach kurzer Zeit von der zuständigen nationalen Organisation zum Beispiel als DIN-EN-Norm herausgegeben werden. Der eigentliche Prozess der Normenfindung vollzieht sich also sehr häufig bereits auf europäischer Ebene, wobei DIN und DKE mitwirken. Aktuell engagieren sich Mitarbeiter von Hekatron beispielsweise für eine nationale Instandhaltungsrichtlinie für Feststellanlagen, eine Projektierungsrichtlinie für Brandmeldeanlagen (VDE 0833, Teil 2) sowie eine europäische Gerätenorm für Rauchmelder in Lüftungsleitungen. Einmal mehr liegt das Ziel klar auf der Hand: die allgemeine Etablierung eines Qualitätsstandards, der dem Anwender ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert.
Normungsorganisationen
International
- ISO: International Standardization Organization, Internationale Organisation für Normung. Sitz: Genf. Deutschland wird in der ISO durch den DIN e. V. vertreten.
- IEC: International Electrotechnical Commission, Internationale elektrotechnische Kommission. Sitz: Genf. Deutschland wird vertreten durch die DKE.
Europäisch
- CEN: Comité Européen de Normalisation, Europäisches Komitee für Normung. Sitz: Brüssel. Deutschland wird vertreten durch DIN.
- CENELEC: Comité Européen de Normalisation Electrotechnique, Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung. Sitz: Brüssel. Deutschland wird vertreten durch die DKE.
National
- DIN: Deutsches Institut für Normung e. V. Sitz: Berlin.
- VDE: Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V. Sitz: Frankfurt am Main.
- DKE: Deutsche Kommission Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Eine gemeinsame Kommission von DIN und VDE.
Hekatron Vertriebs GmbH
Brühlmatten 9
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