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Intelligente Brandmeldetechnik Das Netzwerk der Sicherheit

Bei der Absicherung von Gebäuden gegen die verschiedensten Gefahren kommt eine breite Palette von Sicherheitssystemen zum Einsatz. Immer stärker setzt sich die Erkenntnis durch, dass nur ein perfektes Zusammenspiel all dieser Systeme im Gefahrenfall einen ebenso ökonomischen wie wirkungsvollen Schutz von Personen, Gütern und Gebäuden gewährleistet. Einheitliche Standards wie OPC oder BACnet sowie die IP-Technik sorgen dafür, dass die Kommunikation zwischen den Subsystemen eines Sicherheitsnetzwerks reibungslos funktioniert.

Die ganzheitliche Betrachtung der Sicherheit eines Gebäudes gewinnt mehr und mehr Bedeutung: Es geht nicht mehr ausschließlich darum, dass jedes Sicherheitssystem exakt auf sein Schutzziel zugeschnitten ist und perfekt arbeitet. Vielmehr sollen die Informationen der unterschiedlichen Anlagen in den Schaltzentralen des Gebäudes - wie etwa in der Sicherheitszentrale, am Empfang, bei der Betriebsfeuerwehr oder am Arbeitsplatz des Facilitymanagers - zusammenlaufen. Dort können die Informationen dann im Sinne der größtmöglichen Effektivität ausgewertet, beantwortet und bei Bedarf an andere Subsysteme weitergegeben werden.


Einige Herausforderungen sind zu meistern, bis die Kommunikation und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten entsprechend reibungslos funktionieren. Schließlich bringt jedes Subsystem seine eigene Peripherie mit und bildet ein in sich geschlossenes System. Für die verschiedenen Arten der Subsysteme gibt es zudem oft eigene Vorschriften und Richtlinien, denen sie genügen müssen. Die Schnittstellen dieser Systeme sind herkömmlicherweise aus historischen Gründen meist proprietär, also sozusagen hauseigene Entwicklungen des jeweiligen Herstellers. Dementsprechend inkompatibel sind die Schnittstellen der Produkte verschiedener Hersteller und oft sogar diejenigen der aufeinanderfolgenden Zentralengenerationen eines Herstellers. Um hier zu einer praktikablen Lösung zu kommen, bedarf es auf der einen Seite eines integrierenden Sicherheitsmanagementsystems, das mit angemessenem Aufwand die Integration der verschiedenen Subsysteme auch von unterschiedlichen Herstellern leistet. Auf der anderen Seite müssen alle Beteiligten Systeme liefern, die im Plug & Play-Verfahren miteinander verbunden werden können, ohne dass jedes Mal von Neuem für das Zusammenspiel zweier Systeme ein eigenes Protokoll entwickelt werden muss. Herstellerunabhängige, standardisierte Schnittstellen sind gefragt.
Genauer gesagt: Nicht auf die Entwicklung solcher Standards, sondern auf die Ausstattung aller relevanten Systeme mit ihnen kommt es an. Die Standards selbst gibt es schon in Gestalt von OPC und BACnet, denen die neueste Interface-Technologie der IT-Branche zugrunde liegt. Sie eignen sich perfekt zur Integration unterschiedlicher Subsysteme wie Brandmeldeanlage, Zugangskontrolle, Einbruchmeldeanlage, Lösch- und Evakuierungssystem in ein Alarmmanagementsystem. Flexible Lösungskonzepte mit den Systemen verschiedener Hersteller lassen sich mit ihrer Hilfe wesentlich einfacher als bisher realisieren.


Auch die IP-Technologie als Werkzeug zur Vernetzung von Sicherheitssystemen gewinnt auf allen Ebenen immer mehr an Einfluss. Als innovativer Hersteller und Partner im anlagentechnischen Brandschutz setzt Hekatron bereits heute auf die zukunftsweisende IP-Technologie. Dies gilt sowohl auf der Subsystem-Ebene, auf der bei den Brandmeldeanlagen der Generation Integral IP der Aufbau komplexer Brandmeldenetzwerke erstmalig auf Basis des Ethernets erfolgen kann, als auch auf der Managementebene des Sicherheitsleitsystems SLS Pro®. Da mittels der IP-Technologie bereits vorhandene Netzwerkstrukturen in den Aufbau des neuen Netzes integriert werden können, lassen sich auf diesem Weg besonders kostensparende Lösungen realisieren. Über Fernzugriff kann zudem via Internet oder Intranet auf eine Teilzentrale zugegriffen werden, um die Zentralenkonfiguration zu visualisieren, zu bedienen und zu parametrieren. Ein redundantes Vernetzungskonzept beispielsweise in Form eines Maschennetzes gewährleistet darüber hinaus eine sehr hohe Verfügbarkeit der Brandmeldeanlage, da dort jede Zentrale mit jeder anderen verbunden ist.
Die standardisierten Schnittstellen OPC und BACnet sowie die IP-Technologie erlauben es heute, die Systeme verschiedener Hersteller oder auch verschiedene Systemgenerationen zu integrierten Sicherheits- und Gebäudemanagementsystemen zusammenzufügen, die sämtliche Gewerke in einheitlicher Form unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche zugänglich machen. Auf diesem Weg lässt sich auch eine systemübergreifende Funktionalität realisieren. So lassen sich sämtliche in den einzelnen Subsystemen vorhandenen Potenziale im Sinne eines umfassenden Sicherheitssystems optimal ausschöpfen.