Brandmeldeanlagen

Speziallösungen

Erdfunkstelle Fuchsstadt Sicherheit für die Satellitenkommunikation

Mit ihren mehr als 40 Parabolantennen ist die in Unterfranken von Intelsat betriebene Erdfunkstelle Fuchsstadt eine der größten Satelliten-Kommunikationsanlagen der Welt. Ein Netzwerk mit einer Integral und vier Integral C Brandmelderzentralen sowie einer Brandmelderlöschzentrale Integral schützt die an diesem Ort gebündelt installierte Übertragungstechnik zuverlässig vor Brandgefahren.


Am 1. April 2002 übernahm Intelsat, der weltweit zweitgrößte kommerzielle Satellitenbetreiber, die zuvor von der Deutschen Bundespost und der Telekom genutzte Erdfunkstelle Fuchsstadt. Die über ein größeres Areal verteilte Anlage umfasst ein Betriebsgebäude, vier mit jeweils mehreren schwenkbaren Parabolantennen ausgerüstete Antennenfelder sowie einen Sendemast. Allein das Betriebsgebäude erstreckt sich über rund 7.000 Quadratmeter und beherbergt unter anderem die zentrale Betriebswarte, von der aus alle wichtigen Funktionen überwacht und gesteuert werden. Von den aktuell mehr als 40 Parabolantennen haben zwölf einen Durchmesser von über zehn Metern. Als 2007 die alte Brandmeldeanlage gegen ein neues System ausgetauscht werden musste, beauftragte Intelsat die zur Wisag-Gruppe gehörende GTE Gebäude- und Elektrotechnik GmbH & Co. KG damit, die gesamte Anlage nach VdS 2095 auf den neuesten Stand zu bringen und zusätzlich sechs Löschbereiche einzurichten. GTE errichtete in Zusammenarbeit mit der Kidde Brand- und Explosionsschutz GmbH für die Erdfunkstelle ein aus sechs Integral bzw. Integral C Zentralen bestehendes Teilzentralennetzwerk, das über einen Hekatron-OPC-Server mit dem vorhandenen Leitsystem gekoppelt ist.


Jede der vier Integral C Brandmelderzentralen dient der Absicherung eines der Antennenfelder und ist dort in einer der Parabolantennen mit dem größten Durchmesser installiert. Die beiden Integral Zentralen, eine davon eine Brandmelderlöschzentrale, befinden sich im Betriebsgebäude. Letztere verfügt über ein eigenes Bedienfeld mit Löschbereichseinzelanzeige. Sie überwacht die mit einer Löschanlage ausgestatteten Serverräume, die in sechs Löschbereiche unterteilt sind. Die Abluft jedes dieser Löschbereiche wiederum wird von einem Lüftungskanalmelder LKM 531 überwacht, der dank frühzeitiger Rauchdetektion verhindert, dass sich Feuer und Rauch innerhalb und durch das Lüftungssystem ausbreiten. Rund 600 Hekatron-Hybridmelder MTD 533 sowie 18 Ansaugrauchmelder sorgen als Voralarmierung bzw. Frühesterkennung in den Technikräumen dafür, dass ein Brand schon in der Entstehungsphase detektiert wird.