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Hauptbahnhof Aschaffenburg Der Brandschutz wächst mit

Am 29. Januar 2011 hat die Deutsche Bahn den neuen Aschaffenburger Hauptbahnhof offiziell in Betrieb genommen. Während der in mehreren Etappen erfolgten Baumaßnahmen wuchs die Brandmeldeanlage, die flächendeckenden Vollschutz bietet, ebenfalls schrittweise mit. Heute sichern drei Integral IP Zentralen und eine Integral Evolution das neue Tor zur Stadt.

Beginnend im Oktober 2004 wurde der Aschaffenburger Hauptbahnhof abschnittsweise erneuert. Über 44 Millionen Euro investierten der private Investor Ferdinand Fäth und die Bahn in den Neubau. Herzstück des neuen Bahnhofs ist ein repräsentatives Empfangsgebäude, das die rund 860 Quadratmeter große Empfangshalle des Bahnhofs sowie eine Passage mit 1.600 Quadratmetern für Einzelhandel und Gastronomie beherbergt. Arztpraxen und weitere Dienstleistungsangebote in den oberen Geschossen des Gebäudes, ein Parkhaus mit 400 Stellplätzen sowie eine Fahrradstation runden das Angebot ab. Auch die Bundespolizei ist im neuen Gebäude untergebracht.


Dafür, dass der Bahnhof optimal gegen Brandgefahren geschützt ist, sorgt eine Brandmeldeanlage von Hekatron. Mit deren Errichtung ebenso wie mit der gesamten Elektroinstallation beauftragte der Investor die in Aschaffenburg beheimatete Spinnler GmbH, Elektro- und Sicherheitstechnik. Zunächst sicherte der Errichterbetrieb Ende 2009 das Erdgeschoss mit den dort integrierten Büros und Arztpraxen mit einer Integral Evolution BMA als damals modernster verfügbarer Hekatron-Zentrale ab. Die weiteren Bauabschnitte stattete die Spinnler GmbH dann mit insgesamt drei Integral IP Zentralen aus.
Insgesamt 1.156 Mehrfachsensormelder MTD 533 installierten die Mitarbeiter unter anderem in den als Büros, Arztpraxen und Läden vorgesehenen Räumen. "Während wir die Anlage errichteten, war die spätere Nutzung der einzelnen Räume noch nicht bis ins Einzelne geklärt, da auch die Mieter noch nicht feststanden", erläutert Frank Schneider, Geschäftsführer der Spinnler GmbH. "Deshalb mussten wir später die Melder an die Art der Nutzung anpassen. Beim Schnellbäcker beispielsweise parametrierten wir sie wegen der dort auftretenden Hitze als reine Rauchmelder, in der Restaurantküche mit ihren Dämpfen dagegen als reine Temperaturmelder. Dies ließ sich sehr praktisch und kostengünstig umsetzen, da bei Hekatron ja bereits der Standardmelder ein Mehrfachsensormelder ist." Auch wenn später einmal ein Mieterwechsel erfolgt, dürfte sich diese Tatsache als Vorteil erweisen.


Die Zwischendecken in der Ladenpassage und in der Bahnhofshalle ebenso wie die Halle selbst und die Aufzugsschächte und Traforäume sicherte der Errichter mit insgesamt neun Ansaugrauchmeldern des Typs ASD 535 ab. Insbesondere in der Bahnhofshalle waren optische Gründe dafür ausschlaggebend, dass Ansaugrauchmelder zum Einsatz kamen. Die übrigen mit Ansaugrauchmeldern abgesicherten Bereiche sind für Wartungsarbeiten schlecht zugänglich, so dass sich hier eine Lösung anbot, bei der sich auf die außerhalb des überwachten Bereichs befindlichen Melder leicht zugreifen lässt.
Da verschiedene Bereiche bereits vor der offiziellen Eröffnung des gesamten Gebäudes in die Nutzung überführt wurden, erfolgte auch die Inbetriebnahme der Brandmeldetechnik für diese Teilbereiche entsprechend früh. Dabei änderten sich jeweils die Anforderungen an die bereits bestehenden Teile der Brandmeldeanlage. "Die Software der Integral-Zentralen bietet mannigfache Möglichkeiten, die Anlage flexibel an den Projektablauf anzupassen", betont Frank Schneider. "Sie erlaubt es auch noch im Nachgang, alles auf geänderte Erfordernisse und neue Kundenwünsche auszurichten."