Referenzbericht
Referenzen
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG Vor der Evakuierung steht die Detektion
Im Kessel des firmeneigenen Kraftwerks von Boehringer Ingelheim wird Hochdruckwasserdampf mit 76 Bar und 525 Grad erzeugt. Sollte bei einem Unglücksfall dieser extrem heiße Dampf austreten, stellt dies eine tödliche Gefahr für alle Menschen in seiner Umgebung dar. Um Personenschäden vorzubeugen, verfügt der dem Kessel benachbarte Aufzug über eine dynamische Evakuierungssteuerung. Im Alarmfall wird sie durch einen Thermodifferenzialschalter von Hekatron ausgelöst.
Das Familienunternehmen Boehringer mit Stammsitz in Ingelheim am Rhein gehört in Deutschland zu den Top Ten der Pharmabranche. Zur Energieversorgung verfügt der Ingelheimer Standort über ein eigenes Kraftwerk, das als regenerative Energiequelle Holz nutzt. Ungefährlich ist der Betrieb eines solchen Kraftwerks wegen der dort erforderlichen extrem hohen Temperaturen nicht: Wenn etwa ein Rohr reißt, tritt sehr heißer Dampf aus. Herauskatapultiert durch einen Kesseldruck von bis zu 76 Bar verbreitet er sich im Gebäude: eine tödliche Gefahr für alle Menschen, die ihm im Nahbereich ausgesetzt sind. Da sich in unmittelbarer Nähe des Kessels ein sieben Etagen versorgender Personenaufzug für die Mitarbeiter befindet, wurde im Rahmen einer Risikobewertung zwischen Werkfeuerwehr, Kraftwerksbetreiber und dem Leiter der zentralen Elektrowerkstatt, Dirk Schwalbe, beschlossen, eine dynamische Evakuierungssteuerung zu installieren.
Eine der Anfangsüberlegungen beim Erarbeiten einer technischen Lösung betraf die Auswahl eines geeigneten Sensors: eine gewisse Herausforderung für Dirk Schwalbe und sein Team, die aus einer Vielzahl von auf dem Markt befindlichen Produkten dasjenige herausfinden mussten, das die gestellten Anforderungen tatsächlich erfüllt. „Schließlich entschieden wir uns für den Thermoschalter TDS 247 von Hekatron in Verbindung mit der Rauchschalterzustandsanzeige RZA 142“, so Joachim Thümes von der Elektrowerkstatt. „Wichtig war uns, dass wir hiermit einen der DIN-Norm entsprechenden Melder haben, den wir nicht selber programmieren müssen.“ Vor jeder Aufzugstür installierten die Mitarbeiter der zentralen Elektrowerkstatt einen auf eine RZA aufgeschalteten Thermoschalter. Wenn der Thermoschalter im Alarmfall auslöst, leitet die RZA den Alarm zur Aufzugssteuerung weiter. Diese sorgt ihrerseits dafür, dass der Aufzug die Etage ansteuert, die am weitesten von der Gefahrenquelle entfernt ist, ohne dabei durch den Gefahrenbereich hindurchzufahren. Dort öffnet sich automatisch die Tür, so dass die Aufzugsbenutzer sich über die Feuertreppe retten oder von der Feuerwehr gerettet werden können. Erst wenn die Gefahr vorüber ist und das Fachpersonal den Alarm quittiert hat, lässt sich der Aufzug wieder in Gang setzen.

