Referenzbericht
Referenzen
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Oberziel Versorgungssicherheit
Um die Stromversorgung einer Großstadt sicherzustellen, werden Umspannwerke benötigt, die oft weit voneinander entfernt liegen. Im Fall der Stadt Duisburg sind diese über TCP/IP unter einem Sicherheitsleitsystem SLS-Pro zusammengefasst - künftig nicht nur in Sachen Brandschutz, sondern auch die weitere Sicherheitstechnik betreffend.
Der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH, einem Unternehmen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) obliegen Planung und Betrieb des Gas- sowie Stromnetzes in der Stadt an Rhein und Ruhr. Zu Letzterem gehören 20 Umspannwerke, die sich über das Stadtgebiet verteilen. Eine derartige dezentrale Struktur stellt die Sicherheitstechnik vor besondere Herausforderungen. Schutzziel ist neben der Sicherung der Sachwerte gegen Brand und andere Einflussfaktoren wie Sabotage und Vandalismus eine sichere Lieferung von Strom rund um die Uhr. Als DVV-interner Dienstleister für Sicherheitstechnik und Zutrittskontrolle fungiert ein Team unter der Leitung von Thomas Zahorszky. Er erklärt: "Um die Sicherheit zu maximieren und in einem späteren Ausbauschritt die vielfältigen Systeme - Brandmeldetechnik, Zutrittskontrolle, Videotechnik und Sprechanlagen - möglichst einfach und zentral bedienbar zu machen, entschieden wir uns, zunächst die Brandmeldetechnik in den Umspannwerken unter einem gemeinsamen Sicherheitsleitsystem zusammenzufassen." Dieser Ansatz klingt naheliegend, wegweisend hingegen ist die technische Umsetzung, die die Abteilung von Thomas Zahorszky im Zusammenwirken mit Hekatron erarbeitete: Seit 2006 werden alle Standorte sukzessive über TCP/IP-Gateways vernetzt. Vom Leitrechner am DVV-Hauptsitz Bungertstraße können sie jederzeit über das LAN überwacht werden. Die Querverbundleitwarte dient der Visualisierung und Bedienung aller Brandmelderzentralen vom Typ Hekatron Integral, die außer in den Umspannwerken auch am Unternehmenssitz und Betriebsstandort Bungertstraße zum Einsatz kommen. Gleichzeitig können von dort aus alle Daten für die hochkomplexe BMA-Struktur eingespeist und gepflegt werden.
Unterstützt durch die Beratungs-, Planungs- und Servicekompetenz von Hekatron errichten die DVV-Mitarbeiter unter Leitung von Thomas Zahorszky eine Brandmeldelösung der Superlative: Etwa 1.300 Melder sowie Sonderbrandmeldetechnik – rund 80 Ansaugrauchmelder und linienförmige Rauchmelder – mit der zugehörigen Zentralentechnologie werden im Endausbau unter dem Sicherheitsleitsystem SLS-Pro zusammengefasst sein. Christian Wenzl, bei Hekatron in der Fachstelle Sicherheitsleitsysteme verantwortlich für SLS-Pro, erklärt, wie die eingesetzte Technik selbst zum Sicherheitsfaktor wird: "Anstatt nur im Störungsfall eine Verbindung aufzubauen, haben die DVV und Hekatron eine Lösung erarbeitet, bei der jede Brandmelderzentrale wie bei einer Standleitung permanent und bidirektional an das Netzwerk angebunden ist. In Form eines TCP-Tunnels steht eine gesicherte Verbindung bereit, über die die Daten zudem verschlüsselt übertragen werden." Der zuständige Hekatron-Gebietsverkaufsleiter Peter Grieger verweist zudem auf die Ausbaufähigkeit: "Die hier eingesetzte Lösung verfügt über standardisierte, offene Schnittstellen. Ganz im Sinne der OPC-Philosophie ermöglicht dies die Integration von Systemen anderer Hersteller ebenso wie die beliebig vieler Datenpunkte - ein wesentlicher Faktor für einen wirtschaftlichen Betrieb des Gesamtsystems auch in der Zukunft." Seit seinem Erscheinen sticht das System Integral durch seine praktisch unbegrenzte Erweiterbarkeit hervor. Mit der in Duisburg eingesetzten Lösung wird dieser Anspruch ein weiteres Mal nachhaltig unterstrichen und erhält sogar eine neue Dimension: Sicherheitstechnik made by Hekatron jetzt auch mit LAN-Vernetzung.

