Zukunftsmarkt Modernisierung

Anlagentechnischer Brandschutz

Eine Vielzahl bereits seit langen Jahren zuverlässig arbeitender Brandmeldeanlagen ist aktuell am Ende ihres Lebenszyklus angelangt - höchste Zeit, mit ihren Betreibern über eine anstehende Modernisierung zu reden. Das Modernisierungskonzept von Hekatron auf Basis der Integral Technologie bietet verschiedene, den Investitionswünschen des Betreibers angepasste Möglichkeiten, bestehende Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen - im Sinne höchster Sicherheit für Personen und Sachwerte.

Gegenüber der Neuinstallation kompletter Brandmeldeanlagen nimmt auch die Modernisierung bereits bestehender Anlagen einen immer größeren Stellenwert im Geschäft der Errichterunternehmen ein. Und das aus gutem Grund: Ein großer Teil der bestehenden Brandmeldeanlagen ist bereits seit zehn und häufig auch mehr Jahren in Betrieb, ebenso gilt ein Bestand von rund 20 Millionen automatischen Brandmeldern mittlerweile als veraltet. Die aktuell gültigen Normen liefern Errichtern darüber hinaus gute Argumente dafür, auch den Betreibern veralteter Brandmeldeanlagen eine Modernisierung ans Herz zu legen. Wenn am Bauwerk oder System wesentliche Änderungen vorgenommen werden, greift die DIN 14675/A1, die besagt, dass bei wesentlichen Änderungen oder Erweiterungen an bestehenden Brandmeldeanlagen die gesamte Brandmeldeanlage dem aktuellen Stand der Normen angepasst werden muss.


Es reicht danach nicht aus, die bereits bestehende, veraltete Anlage lediglich um ein paar neue Komponenten zu ergänzen. Mit seinem auf der Integral Technologie basierenden Modernisierungskonzept hat Hekatron ein einzigartiges System entwickelt, das genau an dieser Stelle ansetzt: Es erlaubt, ältere Anlagen Schritt für Schritt flexibel dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. So lässt sich eine Lösung entwickeln, die exakt dem Budget des Anlagenbetreibers entspricht. Das Konzept ermöglicht die Übernahme vorhandener Leitungsnetze und erlaubt sowohl Voll- als auch Teilinvestitionen. Dabei werden natürlich in jedem Fall und zu jedem Zeitpunkt die Festlegungen der erweiterten DIN 14675/A1 in vollem Umfang berücksichtigt. Hekatron zielt mit seinem Modernisierungskonzept genau auf einen stetig wachsenden Markt, wie die Aussagen von Errichtern bestätigen.


Günter Weikert, Geschäftsführer der KHL Elektroanlagen GmbH, beispielsweise schätzt den Anteil, den die Modernisierung von Altanlagen an seinem gesamten Geschäft im Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes hat, auf aktuell 40 Prozent. Damit seine Kunden brandschutztechnisch immer auf dem neuesten Stand bleiben, muss er häufig Überzeugungsarbeit leisten: "In 90 Prozent aller Fälle kommt der Impuls zur Modernisierung nicht von meinen Kunden, sondern ich weise sie darauf hin, dass bei ihrer Brandmeldeanlage Handlungsbedarf besteht", erläutert er. "Eine Argumentation mit den bestehenden Normen und Vorschriften überzeugt viele Betreiber davon, ihre Anlagen sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand bringen zu lassen." Bei der Hauptverwaltung der Stadtwerke München, die Günter Weikert als Errichter von Brandmeldeanlagen betreut, gab der Neubau der Verbundleitwarte den Anstoß zur schrittweisen Modernisierung der Brandmeldeanlage. "In einem ersten Schritt statteten wir das neue Gebäude mit einer Integral-Zentrale und neuen Meldern aus", schildert er das Modernisierungsprojekt. "Während der nächsten drei Jahre werden wir in den weiteren Gebäuden der Verwaltung insgesamt zehn Hx-Zentralen gegen Integral-Zentralen austauschen und jeweils in einem weiteren Schritt auch die alten Melder durch neue ersetzen."


Man kann den Begriff der Modernisierung von Brandschutzmaßnahmen aber auch noch umfassender begreifen: Viele ältere, dabei aber durchaus erhaltenswerte Gebäude weisen zwar keine Brandmeldeanlage, dafür aber erhebliche Brandschutzmängel auf. Eine brandschutztechnische Ertüchtigung im Sinne der LBO, also mit baulichen Maßnahmen wie Brandwänden oder Abschottungen, ist oft wirtschaftlich nicht tragbar. Hier bietet die Anlagentechnik gegenüber baulichen Maßnahmen gute Möglichkeiten, im Sinne der Schutzzielerreichung kompensatorische Maßnahmen zu ergreifen. Diverse von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Förderprogramme, die im Rahmen des Konjunkturprogramms den Investitionsstau beheben sollen, können in vielen Fällen dazu beitragen, dass solche Maßnahmen auch finanzierbar sind und zügig in Angriff genommen werden können. Dies betrifft insbesondere den öffentlichen Bereich. So stellt die Bundesregierung mit ihrem zweiten Konjunkturpaket insgesamt zusätzliche 750 Millionen Euro für Investitionen in Liegenschaften des Bundes bereit. Auch im Verkehrsbereich stellt der Bund erhebliche Mittel bereit, die unter anderem dazu dienen sollen, mehr als 1.500 Bahnhöfe in ganz Deutschland zu sanieren. Um die Maßnahmen zu beschleunigen, wurde zudem auf zwei Jahre befristet das Vergaberecht vereinfacht: Seit Anfang Februar können Aufträge für Baumaßnahmen bis 100.000 Euro ohne Ausschreibung vergeben werden, bis zu einer Million Euro im beschränkten Bewerberverfahren. Da allerdings nur ein kleiner Teil des Bauvolumens der öffentlichen Hand beim Bund liege, forderte der Minister die Länder und Kommunen auf, diese Regeln im eigenen Zuständigkeitsbereich zu übernehmen.
Heinrich Herbster, als Geschäftsbereichsleiter Marktentwicklung der Hekatron-Experte für Normierung und Arbeit in Verbänden, stellt die Verbindung zum Brandschutz heraus: "Wir wissen, dass fast alle zur Sanierung anstehenden Gebäude der Kommunen, Länder und des Bundes teilweise erhebliche Brandschutzmängel aufweisen. Hier können Errichter aktiv werden, indem sie den Architekten über die Möglichkeiten des anlagentechnischen Brandschutzes informieren oder zusammen mit einem Brandschutzsachverständigen Vorschläge zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der Gebäude vornehmen." "Wenn man aktuell Kunden aus dem öffentlichen Bereich anspricht, kann man feststellen, dass die Bereitschaft, in den Brandschutz zu investieren, wesentlich größer geworden sind", bekräftigt Günter Weikert. "Man merkt, dass dort jetzt Gelder für neue Investitionen zur Verfügung gestellt werden."